LNG – was heißt das?

Zur Sicherung der europäischen Gasversorgung kommt immer mehr verflüssigtes Erdgas zum Einsatz.

LNG ist die Abkürzung für „Liquified Natural Gas“ –verflüssigtes Erdgas. Die Verflüssigung erfolgt in speziellen Anlagen, die Erdgas auf –162 °C kühlen. Bei diesem Prozess verflüssigt sich das Gas und verringert sein Volumen um das 600-fache. In speziellen Tanks kann es so via Schiff, Zug oder Lkw transportiert werden.

Wie entwickelt sich der LNG-Markt? 

LNG ist in Europa auf dem Vormarsch. Vor allem als Kraftstoff für Lkw- und Schiffsmotoren, aber auch für die Versorgung von nicht ans Erdgasleitungsnetz angeschlossenen Industrieunternehmen habe das tiefgekühlte, verflüssigte und leitungsunabhängige Erdgas eine große Zukunft, berichtete unlängst der europäische Gasinfrastrukturverband (GIE). Viele Terminalbetreiber würden mittlerweile einen größeren Fokus auf das Thema Small-Scale-LNG legen, also den Umschlag von LNG über kleine Schiffe, Kesselwagen und Lkw für die netzunabhängige Versorgung im Industrie-, Transport- und Schifffahrtssektor. Laut GIE sind 2014 ca. 14 Mio. Kubikmeter LNG auf kleinere Schiffe umgeladen worden – immerhin sechsmal so viel wie drei Jahre zuvor. Auch die Beladung von Lkw hat deutlich zugelegt: So haben 42.000 Lkw rund 1,9 Mio. m3 LNG (entspricht 1,14 Mrd. Kubikmeter Erdgas) zu Kunden in Europa transportiert. (Quelle: LNG – White Paper, VNG AG)

Verwechslungsgefahr

Nicht zu verwechseln ist LNG mit Flüssiggas. Dabei handelt es sich um Gase, die sich bei normalen Druck oder unter geringem Überdruck verflüssigen, meist Gemische aus Propan und Butan, die bei der Erdölraffinierung gewonnen werden.