KARLA räumt den Weg frei

KARLA sorgt durch die Regelung von Kapazitäten für Ordnung, wenn sich viele gleichzeitig auf den Weg machen wollen.

Wenn es einmal eng werden sollte im Netz, ist KARLA zur Stelle. Die Bundesnetzagentur zielt mit der Festlegung der „Kapazitätsregelungen und Auktionsverfahren“ im Gassektor darauf ab, eine effiziente Kapazitätsvergabe an den Grenz- oder Marktgebietskopplungspunkten der Fernleitungsnetze zu erreichen. KARLA schreibt dafür einen Standardkapazitätsvertrag und ein Auktionsverfahren auf einer europäischen Plattform vor. Zwischenzeitlich kam es hier zu einer ersten Korrektur. Zuerst gab KARLA ein Verfahren für Day-Ahead-Auktionen mit einem Startpreis von null Euro vor. Das hatte zur Folge, dass die FNB Kapazitäten kostenlos abgeben mussten.

Daraufhin schaltete sich die Bundesnetzagentur wieder ein und hob den Startpreis auf das regulierte Entgelt an, wie es für die weiteren Produkte gilt und und galt. Ferner erfolgten weitere Anpassungen der Kapazitätsregelungen auf Grund von vorgeschriebenen Umsetzungen des europäischen Network Codes CAM (Capacity Allocation Mechanisms). Diese Anpassungen wurden von der Bundesnetzagentur in der Fassung KARLA 2.0 vorgenommen.

KARLAs Standardkapazitätsvertrag definiert die Kapazitätsprodukte und enthält Regelungen für die Bündelung, (Re-)Nominierung und Nutzung sowie das Rückgaberecht von Kapazitäten. Ihre Festlegung zum Auktionsverfahren hat den Weg frei gemacht, die Plattform für den anonymen Handel von Jahres-, Monats-, Quartals- und Tagesprodukten zu entwickeln. Die daraufhin etablierte deutsche Lösung Trac-x wurde zur europäischen Plattform PRISMA weiterentwickelt.