Umstellung von L- auf H-Gas

H-Gas (high calorific gas) hat durch seinen höheren Methangehalt einen 15 bis 20 Prozent höheren Brennwert als L-Gas (low calorific gas).

Aufgrund des Rückgangs der Förderung von L-Gas aus deutschen und niederländischen Quellen kommt immer mehr H-Gas zum Einsatz, unter anderem aus Norwegen und Russland. Deshalb müssen L-Gas und H- Gas in separaten Netzen transportiert werden, da sich durch die Vermischung die Gasqualität ändern würde. Auch die meisten Endgeräte, wie Heizungen oder Gasherde, müssen bei einem Wechsel der Gasart umgestellt werden. Der laufende Umstieg von L- auf H- Gas bedeutet eine große Herausforderung für die Fernleitungsnetzbetreiber und die gesamte Gaswirtschaft. Die Umstellung ist ein komplexer, mehrstufiger Prozess, der alle Ebenen der Gaslieferung und -nutzung umfasst. Dabei müssen sich die Fernleitungsnetzbetreiber bereits im Vorfeld mit den Versorgungsnetzbetreibern und Stadtwerken technisch und zeitlich exakt abstimmen. Denn wenn das „neue“ Gas fließt, müssen alle Installationen und alle Verbrauchsgeräte bei gewerblichen und privaten Kunden dafür eingerichtet sein. Ein Kraftakt, auch für die Gasinstallateure vor Ort.

Mehr zum Thema finden Sie hier: www.fnb-gas.de/de/fernleitungsnetze/marktraumumstellung/marktraumumstellung.html